ASW-Generalversammlung 2005



Freitag, 20. Mai 2005 | auf dem Bramboden/Entlebuch

Die Nuggets unter den Perlen trafen sich zur 42. ordentlichen Generalversammlung.


Petrus muss wohl ein Werber gewesen sein – dachten sich vielleicht einige, als sie sich am 20. Mai bei schönstem und warmen Wetter auf den Weg ins Napfgebiet machten. Denn die ASW hatte - fern aller Ballungszentren – ins voralpine Entlebuch zur GV geladen.

Knapp die Hälfte aller später gesamthaft anwesenden Teilnehmer trafen sich sportlich gerüstet bereits zur Mittagszeit zum heuer ganz speziellen Vorprogramm – dem Goldwaschen. Mit Goldwaschutensilien und Gummistiefeln „bewaffnet“ stiegen Weiblein und Männlein bei der Widigbrücke steil zum Fluss hinab, um dem Geheimnis des alten, verwegenen Handwerks auf die Spur zu kommen. Unter kundiger Leitung von Toni Obertüfer, assistiert von zwei weiteren Instruktoren, wurde dann kräftig „Dreck gewaschen“ und jeder freute sich, wenn er ein noch so kleines Splitterchen Gold in seiner Pfanne fand. Nicht zuletzt wurden alle mit einem „Goldwascher-Diplom“ ausgezeichnet und erhielten als Erinnerungssouvenir ein anmutiges Flacon mit Goldflocken geschenkt.





Gerade rechtzeitig auf Beginn der Generalversammlung überbrachten die Gesandten unseres Inter-Mitglieds, Schellenberg Druck Pfäffikon, das taufrisch gedruckte ASW-Mitgliederverzeichnis 2005/06. Entsprechend konnten sich die Teilnehmenden schon frühzeitig damit eindecken. Gleichzeitig überraschte Roland Friedl, dfp Kommunikation, Weinfelden, alle Gäste mit einem Gruss aus dem Thurgau: Vitaminreichen ASW-Äpfeln.



Um 16.30 Uhr startete im Seminarhotel Bergruh auf dem Bramboden die 42. ordentliche Generalversammlung. In zügiger Manier führte der Präsident, Andy Ruf, durch die Traktandenliste. Interveniert wurde lediglich kurz bei der Mitgliederbeitragserhöhung. Mit letztlich einer Ablehnung und einer Stimmenthaltung wurde aber auch dieser zugestimmt. Alle übrigen Geschäfte wurden ohne Einwände abgesegnet. Auf Grund der ebenfalls einstimmig gutgeheissenen Neuwahlen setzt sich das Präsidium bis zur nächsten GV wie folgt zusammen: Diego Bally, Präsident, Andy Ruf neu Vizepräsident, Benno Frick, Past President sowie Amts wegen der Geschäftsführer Peter Grob.



Diego Bally
übernahm auch gleich die Fortsetzung der Generalversammlung, die fortan ohne weitere Zwischenfälle zu Ende geführt werden konnte.

So sieht der neue Gesamtvorstand aus:

Diego Bally, Präsident
Andy Ruf, Vizepräsident
Benno Frick, Past-President
Markus Diener
Claude Hitz
Patrick Lack



Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Sandra Röcker-Bonsels und Carmelo A. Buffoli. Andy Ruf würdigte deren langjähriges Engagement und wertvolle Mitarbeit. Beide wurden zum Dank mit einem gewichtigen Spezialgruss in Form von Köstlichkeiten aus der Region beschenkt.



Beim anschliessenden Willkommenstrunk auf der Panoramaterrasse genossen die Gäste nicht nur den auserlesenen Wein und regionale Spezialitäten – sondern auch die prächtige Aussicht auf die Bergwelt.



Ganz dem Motto getreu, wurde später beim Nachtessen ein richtiges „Goldwäscher-Menu“ geboten, das zweimal von den folgenden Einlagen unterbrochen wurde: Zum Einen konnte die ASW wieder zwei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüssen. Reto Schwammberger, Reaktor AG, Werbeagentur ASW, Lenzburg und Kajo Bächle, clus Werbeagentur ASW, Chur erhielten von Andy Ruf als abgetretener Präsident und Markus Diener, in seiner Funktion als Vorsitzender der Prüfungskommission, das ASW-Diplom.





Zum Anderen kam direkt aus Brasilien als Überraschungsgast Stefan Hofmann, ehemaliger ASW-Präsident. Er war im Jahr 2001 nach Südamerika ausgewandert und hat in den letzten Jahren bereits wieder eine beachtliche Werbeagentur aufgebaut. Die "Girassolidario", ist eine spezielle Kommunikationsagentur, die sich im Besonderen für die Rechte des Kindes einsetzt.

In einer packenden Präsentation schilderte Stefan Hofmann die verschiedensten Projekte, von der Überzeugungsarbeit bei Behörden, Kontakten zu Hilfsorganisationen, von den Anstrengungen, die Kinder weg von der Strasse und der Kinderarbeit zu bringen, sie zu sozialisieren, damit ein geregelter Schulbesuch und eine menschenwürdige Zukunft gewährleistet ist. Zweifellos eine etwas andere Art, Kommunikation zu betreiben. Doch umso befriedigender, wenn die Endergebnisse auf solche Weise sichtbar gemacht werden können. Die Kluft zwischen Schweiz und Brasilien könnte grösser nicht sein - und so manchem im Saal wurde wieder mal bewusst, dass unsere Sorgen doch vergleichsweise klein sind.



Für die letzten Gäste endete ein eindrucksvoller Tag erst weit nach Mitternacht. Der Abstecher ins Napfgebiet hat sich gelohnt.




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