ASW-Workshop "Mobile Applications"


Donnerstag, 31. März 2011 | beim SAWI in Dübendorf

Passend zu den letztjährigen ASW-Workshops über neue Medien «Online-Marketing» und «Social Media Marketing» behandelte der Workshop vom 31. März 2011 nun das aktuelle Thema «Mobile Applications».

Und da sich erfreulicherweise über vierzig Personen angemeldet haben, fand die Veranstaltung auch in der platzmässig grösseren Aula des SAWI in Dübendorf statt.



Als Referent konnte Simon Wehrli, Software Engineer, von der Ahrina GmbH in Baar gewonnen werden. Seine Firma hat sich auf die Entwicklung mobiler Applikationen spezialisiert, die heute tagtäglich von mehr als 100'000 Benutzern eingesetzt werden.

Der gut strukturierte Seminaraufbau führte durch alle wichtigen Bereiche von Mobile Applications, mit imposanten Zahlen und interaktiven Beispielen.

Zuerst wurde unter dem Titel «Das Handy im Wandel der Zeit» aufgezeigt, wie sich Mobiltelefone seit den Anfängen verändert haben, aber auch deren Benutzer. Apple’s iPhon ist zwar der bekannteste Player im heutigen Smartphone-Markt, doch längst nicht der Einzige. Interessante und verblüffende Kennzahlen zeigten die aktuelle Situation und die einzelnen Kontrahenten. Die iPhone-Verkaufszahlen liegen in diesem Jahr bei über 16 Mio.!


 

Weiter gings um die Verständnisfrage, wie Apple's eigenes kleines Ökosystem zu verstehen ist. Ohne Zweifel bieten iPod Touch, iPhone und iPad zwar jede Menge Chancen, Firmen und Produkte in einem stark wachsenden Markt zu positionieren, zwingen uns aber gleichzeitig auch, verschiedene Gefahren einzugehen.

Im nächsten Themenbereich – von der Idee bis zur App – wurde erklärt, was eine gute oder schlechte App-Idee auszeichnet, ob sie akzeptiert wird, welche Multitasking Services möglich sind, was die Umsetzung kostet, wie lange diese dauert sowie ein kurzer Einblick in den Entwicklungsprozess einer App. Anhand konkreter Beispiele verschiedener Business Modelle wurde eingehend analysiert, wie eine App zum finanziellen Erfolg oder Misserfolg einer Firma beitragen kann und welche Beweggründe dahinter stecken.

Neben Off- und Online-Marketing redet man nun auch immer häufiger von Mobile Marketing. Doch welche Möglichkeiten bietet die neue Technologie für klassische Werbekunden und wie setzt man diese am Besten um? Welche Absatzkanäle wählt man aus: SMS, Mobile Web, Apps, Games, Notifications, Werbenetzwerke iAd, AdMob, mobclix oder QR Code.

Anschliessend referierte Roger Wicki, ongoing GmbH, kurz über Mobile Websites, das Userverhalten sowie die Herausforderungen bei mobilen Geräten.



Bildlegende: Demonstration eines witzigen Apps: die Übersetzung eines Textes von spanisch auf englisch – für alle Reisenden, die der Sprache nicht mächtig sind.


Fazit: Die ganzen App-„Geschichten“ sind hochaktuell! Die Gefahr droht, dass der Kunde „schnell ein App“ und möglichst seine ganze Homepage draufpacken will, vielleicht sogar noch dran verdienen möchte und das Ganze „subito“. Hier liegt ein grosses Beratungs- und Kreativitätspotenzial für Werbeagenturen. Sie sind gefordert, die Kunden zu führen, grundlegende Gedanken und Konzepte zu begleiten, Inhalte in Zusammenarbeit mit einem Spezialisten zu formulieren sowie allfällige Zusatznutzen zu definieren. Nur dann kann ein App erfolgreich werden.


Die gesamten Seminarunterlagen (114 Folien) sind im geschützten Memberbereich für ASW Aktivmitglieder hinterlegt (unter „Dokumentationen“).